Der Mesnerdienst

Das Wort Mesner wird nicht, wie häufig vermutet, von Messe abgeleitet, sondern von dem lateinischen "mensa", also dem Tisch oder Altar Gottes. Eine weitere Bedeutung kann man vom mittellateinischen mansionarius , was soviel wie  Haushüter bedeutet, herleiten.

 

Die zentrale Aufgabe des Mesners ist die gute Vor- und Nachbereitung von Kirchenraum, Altar, Kerzen, liturgischen Geräten und Büchern für den Gottesdienst. Damit schafft der Mesner die Voraussetzung, dass Priester und Kirchengemeinde sich auf die Feier des Gottesdienstes konzentrieren können.
Der Mesnerdienst beginnt schon eine halbe Stunde vor Beginn der Messe:

  • Er schließt das Gebäude auf  und nach Gottesdienstende wieder zu,
  • sperrt Türen innerhalb des Evangelischen Gemeindezentrums auf bzw. dann wieder zu,
  • kümmert sich um Licht, Heizung und Lautsprechanlage,
  • steckt die Lieder- und Psalmnummern auf,
  • zündet die Kerzen an,
  • verteilt Gesangbücher,
  • läutet 5 min vor Kirchenbeginn und während des Vaterunsers die Glocken,
  • kümmert sich bei einer Taufe um das Taufgeschirr und ausreichend warmes Taufwasser,
  • ist bei der Abendmahlfeier für das Abendmahlgeschirr zuständig,
  • öffnet bzw. schließt  Türen zum Altarraum und nach außen bei Gottesdienstbeginn bzw. –ende,
  • usw.

An Feiertagen oder bestimmten Anlässen kommen noch einige Aufgaben mehr auf ihn zu. Das alles hört sich sehr viel an, ist mit Hilfe einer Checkliste sehr gut zu bewältigen.

Sicherlich werden Sie die Mitglieder des Mesnerdienstes wiedererkannt haben. Seit vielen Jahren schon teilen sich die Mitgleider des Kirchengemeinderates ehrenamtlich den Mesnerdienst. So kommt jeder der Kirchengemeinderäte nur alle paar Wochen zum Zuge. Während der Feiertage ist der Intervall natürlich kürzer.